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Kräuterbrot © Adobe Stock, Eflstudioart

8 Unkräuter, die man essen kann

© Adobe Stock, Eflstudioart

Gesunde Vitaminbomben, direkt vor der Haustüre

Viele Wildkräuter werden von Gartenbesitzern und Landwirten als unnütz abgetan und als Unkräuter bezeichnet. Und das nur deshalb, weil sie dort wachsen, wo man sie nicht haben will. Dabei strotzen Wildkräuter vor Vitaminen und Mineralstoffen und entwickeln am Gaumen ein wahres Geschmacksfeuerwerk. Unser Tipp: Nützen Sie dieses Geschenk der Natur für Ihre gesunde Ernährung. 

Wo kann man Wildkräuter sammeln?

Bevor wir acht leicht zu findende „Unkräuter“ im Detail vorstellen, ein paar Tipps zum Sammeln: Wer einen Garten sein eigen nennt, muss nur ein paar Schritte gehen und kann schon mit dem Pflücken beginnen. Löwenzahn und Giersch, Gundermann, Brennnessel und viele mehr gedeihen ohne Zutun. Verwenden Sie zum Düngen und zur Schädlingsbekämpfung ausschließlich biologische und natürliche Mittel, ist das Sammeln uneingeschränkt zu empfehlen. Außerhalb des eigenen Gartens gelten folgende Regeln:

  1. Nicht in der Nähe stark befahrener Straßen sammeln.
  2. Plätze, an denen sich Hunde und Katzen gerne aufhalten, meiden.
  3. Nicht in der Nähe stark gedüngter landwirtschaftlicher Flächen sammeln.
Blumenwiese © Adobe Stock, John Smith

© Adobe Stock, John Smith

 

Die beste Tageszeit zum Wildkräuterpflücken ist der frühe Vormittag. Die Pflanzen sind dann prall und knackig. Schneiden Sie Blätter und Blüten mit einem kleinen, scharfen Messer ab und legen Sie Ihre Ernte in einen Korb. So gelangen die Kräuter unzerdrückt und frisch in die Küche. Die beste Jahreszeit zum Sammeln variiert nach der jeweiligen Pflanze. 

Bärlauch wird zum Beispiel von Anfang März bis Mitte Mai geerntet, Gänseblümchen und Gundermann kann man während der gesamten Vegetationsperiode nützen. Wichtig: Sammeln Sie nur Wildkräuter, die Sie einwandfrei bestimmen können! Hilfreich sind einschlägige Sachbücher oder die Begleitung durch einen erfahrenen Sammler.

Gartenarbeit mit Kräuter © Adobe Stock, eyeQ

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Diese 8 Unkräuter sollten Sie unbedingt probieren

Die beschriebenen Wildkräuter finden sich in naturbelassenen Gärten, auf Wiesenrainen und im Wald. Sie sind einfach zu bestimmen und vielseitig verwendbar. Und das Beste: Die Vitaminbomben kosten nichts! Für Stadtbewohner gibt es übrigens in guten Gemüseläden eine Alternative zum Selbersammeln: Diese bieten besonders im Frühling bunte Wildkräutermischungen an, mit denen jeder Salat eine besonders interessante und gesunde Geschmacksvielfalt erhält.

1. Bärlauch: die wilde Verwandtschaft von Knoblauch und Zwiebel

In schattigen Gartenlagen, unter Laubbäumen und in Auwäldern kann man ihn schon von weitem riechen: Es „knofelt“! Meist große Flächen sind dicht besetzt mit intensiv grünen, lanzettförmigen Blättern, später schweben über diesen kleine, weiße Blütenbälle. Bärlauch kann von Anfang März bis Mitte Mai gesammelt werden. Die Blätter sind reich an Vitamin C, Mineralstoffen und Magnesium. Sie wirken antibakteriell und positiv auf das Immunsystem. Bärlauch kann man einfach einfrieren oder als Pesto aufbewahren. Das Knofel-Kraut verleiht Suppen, Dips, Brotaufstrichen und Salaten eine würzige Note.

Bärlauch © Adobe Stock, Franz Peter Rudolf

© Adobe Stock, Franz Peter Rudolf

 

2. Löwenzahn: bitter-nussiges Unkraut für viele Gelegenheiten

Kinder binden sich aus seinen Blüten Kränze und nicht nur Kaninchen lieben ihn: Der Löwenzahn ist wohl das bekannteste Wildkraut überhaupt. Wer ihn nicht in seinem Garten haben will, der sollte ihn einfach aufessen – und zwar mit „Butz und Stingl“, denn Blätter, Blüten und sogar die Wurzel schmecken wunderbar und sind supergesund. Löwenzahn enthält viel Vitamin A und C, er reguliert die Verdauung, wirkt harntreibend und blutreinigend. Die Blätter verwendet man gedünstet als Spinat und frisch im Salat, aus den Blüten kann man Sirup herstellen und die Wurzeln schmecken auf dem Butterbrot wie Radieschen.

3. Gänseblümchen: sonniges Blütenköpfchen mit pfiffigem Aroma

„Sie liebt mich, sie liebt mich nicht …“: Für dieses Orakel ist das Gänseblümchen bekannt, weniger aber für seinen leicht scharfen, aromatischen Geschmack. Die Blüten sehen nicht nur im Salat hübsch aus, sie eignen sich auch für die Zubereitung von Suppen und Aufstrichen. Das anspruchslose Blümchen blüht von März bis November. Es enthält Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle und Bitterstoffe und wirkt somit gegen Verdauungsbeschwerden und Darmträgheit. Deshalb wird es auch zur Unterstützung von Fastenkuren gerne gegessen.

Brennesseltee © Adobe Stock, DoraZett

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4. Brennnessel: widerspenstiges Wildkraut mit Mega-Wirkung

Jeder hatte mit ihr schon unliebsame Begegnungen, die mit juckenden, brennenden Pusteln endeten: Die Brennnessel macht es einem nicht leicht, für sie Sympathie zu empfinden. Ausgerüstet mit Handschuhen kann man die jungen Triebspitzen aber von April bis Oktober problemlos pflücken. Brennnesseln enthalten sehr viel Vitamin C, Eisen und Calcium. Sie schmecken würzig und können in der Küche vielseitig verwendet werden: gedünstet als Spinat, im Salat (ganz junge, kleine Blätter), in Smoothies, Suppen und als Nudelfüllung. Tipp für die Wechseljahre: Die getrockneten Samen abrebeln, in Olivenöl einlegen und dem Salatdressing beigeben, die nussig schmeckenden Samen enthalten Phytoöstrogene.

5. Vogelmiere: Power-Wildkraut von der unscheinbaren Sorte

Auf Äckern, an Waldrändern und auf Lichtungen wächst die Vogelmiere in großen Büscheln. Die langen Stängel mit kleinen Blättchen und weißen Blüten enthalten Unmengen von Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin A und C, darüber hinaus vielpflanzliches Eiweiß. Gründe genug, nicht achtlos über sie hinwegzuschreiten! Der Geschmack ist mild und aromatisch, Salaten schenkt die Vogelmiere einen feinen Erbsengeschmack. Am besten schmecken die jungen Triebe vor dem Blütenaustrieb.

6. Gundermann: schon in kleinen Mengen ein Gewürzmeister

Der Gundermann hält sich nicht zurück, weder mit der Leuchtkraft seiner lila Blüten noch mit seinem herb-aromatischen Geschmack. Er ist aufgrund der auffälligen Farbe auf Wiesen und am Waldrand leicht zu finden, Blüten und Blätter wandern in die Küche. Im Mix mit anderen, weniger herb schmeckenden Wildkräutern passt er perfekt in Kräuterbutter, Kräutertopfen und Salate. Aber auch Suppen und Eintöpfen verleiht er eine würzige Note. Die Blätter sind reich an Vitamin C, Kieselsäure und Kalium, außerdem wirken sie anregend auf den Stoffwechsel.

Giersch © Adobe Stock, Hetizia

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7. Giersch: ein Wildkraut, gekommen, um zu bleiben

Jeder, der den Giersch im Garten hat, weiß: Den wirst du nie wieder los. Der beste Tipp: aufessen. Die jungen Blätter verleihen Salaten von März bis Mai ein frisches Aroma, die Blüten und Blütensprossen kommen von Mai bis August in die Salatschüssel. Giersch enthält viel Vitamin C und wirkt entzündungshemmend, auch bei Gicht soll der Verzehr des Wildkrauts helfen. Der Geschmack des Unkrauts erinnert an Petersilie, ein wenig auch an Karotten. Gedünstet kann er als Spinat gegessen werden, er passt in Smoothies, Kräutertopfen, Pesto und auf Pizza.

8. Pimpinelle: Küchenkraut für mildwürzige Salate

Der kleine Wiesenknopf, wie die Pimpinelle auch genannt wird, ist mit seinen fiedrigen Blättchen nicht nur hübsch anzusehen, er schmeckt auch hervorragend. Die Pflanze ist anspruchslos und wächst im Garten selbst an kargen Stellen. Die Blätter können ganzjährig, oft auch in milden Wintermonaten, geerntet werden. Das Salatkraut ist mildwürzig im Geschmack, es wirkt vielfältig wohltuend auf die Stoffwechselfunktionen im Körper, ganz besonders auch gegen die Frühjahrsmüdigkeit! Die Pimpinelle enthält u. a. Vitamin C, Gerbstoff, Gerbsäure und Kampferol.

Viele weitere Wildkräuter bereichern beinahe das ganze Jahr über die gesunde Küche. Erfahren Sie bei einer Kräuterwanderung in Bad Hall mehr über die Vitamin- und Powerpflanzen in Ihrer Umgebung!