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Wellness im Mittelalter Bad Ischl

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Interpretationen von Wellness - Mittelalter bis heute

Wissenswertes und Erstaunliches über das Wohlfühlen

Wenn wir Wellness hören oder lesen, denken wir an duftende Bäder, entspannende Massagen, Thermenvergnügen und Gesundheit. Aber woher kommt dieser Begriff eigentlich und was verstanden Menschen durch die Jahrhunderte unter „Wellness“, als es dieses Wort noch gar nicht gab? Unternehmen Sie mit uns eine spannende Zeitreise!

Dictionary Oxford English Bad Ischl

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Wenn Sie meinen, Wellness sei ein neumodisches Wort, dann werfen Sie mit uns einen Blick ins Oxford English Dictionary aus dem Jahr 1654. Dort taucht das Wort Wellness nämlich zum ersten Mal auf. Übersetzt wird es mit „gute  Gesundheit“. Wellness stand also im 17. Jahrhundert offensichtlich für ganzheitliches Wohlbefinden.

In den 1950er Jahren erlebte das Wort Wellness in den USA eine Renaissance, ja geradezu einen Boom. Der Inhalt blieb jedoch bis heute gleich: Wellness steht für körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden, unterstützt von Ernährung über Fitness bis Stressmanagement.

Das Mittelalter: Wellness neu entdeckt

Die antike Badekultur ist legendär. Das römische Reich steht beispielhaft für eine ausgeprägte Thermen- und Badekultur. Die Nutzung von Solequellen im Salzkammergut durch Illyrer, Kelten und Römer ist historisch belegt. Mit dem Niedergang des römischen Reiches und der zunehmenden Christianisierung ging die Jahrtausende alte Badetradition zu Ende.

Das änderte sich allerdings sehr rasch, als Kreuzfahrer im 12. und 13. Jahrhundert die Badehäuser im Vorderen Orient entdeckten. Sie wollten nach ihrer Heimkehr diese Annehmlichkeit nicht mehr missen. Ein neuer „Wellnessboom“ setzte ein: Badehäuser schossen in den Städten wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden.

Die mittelalterlichen Badehäuser waren echte „Wellnessoasen“. Sitzbäder, Massagen, Dampfbäder und Heilgüsse wurden angeboten. Neben dem Entspannungs- setzte man auf ein Beautyprogramm mit Haarschnitt, Rasur, Mani- und Pediküre. Auch Medical Wellness gab es schon: Aderlass und Schröpfen waren sehr beliebt, Bader versorgten außerdem Wunden und Brüche. Wer es sich leisten konnte, ließ sich im Wannenbad von einem Badereiber ordentlich waschen und – gleich in der Wanne – köstliche Speisen und Getränke servieren. Durch Pest und Syphilis ging das feucht-fröhliche Treiben im 16. Jahrhundert allerdings zu Ende und es dauerte eine lange Zeit, bis Baden und Körperpflege wieder „en vogue“ waren.

Hamam im Mittelalter Eurothermen Resorts, Bad Ischl

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Von Hildegard von Bingen bis ins 21. Jahrhundert

Wer über das Thema Wellness im Mittelalter nachdenkt, kommt an der Äbtissin vom Rhein nicht vorbei. Im 12. Jahrhundert verfasste sie mehrere Schriften zu den Themen Naturkunde, Heilwissen, Pathologie und Therapie sowie Anthropologie. Mittelalterliches „Hauswissen“ mischt sich in ihren Büchern mit Heilwissen aus dem Orient, das durch Reisende auf dem Rhein Verbreitung fand.

Auch Hildegard erwähnt den Aderlass, das Schröpfen, Dampfbäder und Sauna. Sie betont jedoch stets, dass der Mensch in Natur und Kosmos eingewoben ist: Wohlbefinden wird von ihr ganzheitlich interpretiert, besonders auch im geistig-geistlichen Sinne.

Für ein mittelalterliches Wannenbad wurde eine Wanne mit Fluss-, See- oder Regenwasser gefüllt. Mit im Feuer erhitzten Steinen wurde dieses Wasser auf Badetemperatur erwärmt. Diese Art des Wannenbades wird übrigens heute noch im Karlbad in den Kärntner Nockbergen angeboten!

Aber auch viele andere Wellnessanwendungen haben sich bis heute erhalten. Bäder mit Sole, Schwefel oder duftenden Ölen, Massagen, Dampf- und Schwitzbäder sind im 21. Jahrhundert ebenso beliebt wie Ernährungstipps, gezielte Bewegung und die Erlangung der Work-Life-Balance. Auch die ist nichts Neues: Schon für Hildegard von Bingen war die Ausgeglichenheit des Menschen im anthropologischen und theologischen Sinn die Grundlage der Gesundheit.

Kuriose Wellnesstrends heute

Es gab und gibt immer wieder seltsame Entwicklungen, wenn es um Wellness geht. In Thailand kann man sich mit lebenden  Schlangen massieren lassen, auch Elefanten werden mit ihren Füßen und Rüsseln als „Masseure“ eingesetzt. Gesichtsbehandlungen mit einer Auflage aus reinem Gold sind wohl eher etwas für sehr Betuchte, eine Creme mit  Nachtigallenkot zweifellos eine exotische Spitze. Wem das nicht genügt, der kann in Japan in einer traditionellen Nudelsuppe relaxen.

Schlangen Massage Thailand

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Salz & Sole: Wellness in Bad Ischl

Das heilsame und wohltuende Solethermalwasser in Bad Ischl wurde schon vor rund 3.000 Jahren genützt – und es wirkt noch heute mit ungebrochener Kraft. Die Sole wird für zahlreiche vorbeugende und heilende Anwendungen eingesetzt. Darüber hinaus wird Wellness in Bad Ischl in einem ganzheitlichen Sinn verstanden und gepflegt. Gönnen auch Sie Körper, Geist und Seele eine wohltuende Auszeit, am besten im kaiserlichen Kur- und Badeort Ischl im Salzkammergut.