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Werdende Mutter bei Massage

Massage in der Schwangerschaft - das sagt die Therapeutin

© Adobe Stock, yatcenko

Das sagt die Therapeutin

Schwanger zur Massage: lieber nicht oder doch? Was ist erlaubt und welche Massagen können für Mutter und Kind schädlich sein? Die Unsicherheit unter werdenden Müttern ist groß. Deshalb haben wir die erfahrene Therapeutin Christina Rauch in der Eurotherme Bad Schallerbach getroffen, um mit ihr das Thema ausführlich zu besprechen. 

Hallo Frau Rauch, bieten Sie in der Eurotherme Bad Schallerbach Massagen für Schwangere überhaupt an?

Ja, natürlich! Die Schwangerschaft ist kein Grund, auf wohltuende und entspannende Massagen zu verzichten. Im Gegenteil, wir können Schwangerschaftsbeschwerden lindern und Frauen diese schöne, aber manchmal auch beschwerliche Zeit erleichtern. In Bad Schallerbach bieten wir Massagen ab dem vierten Schwangerschaftsmonat bis kurz vor dem Geburtstermin an.

Frau bei Schwangerschafts-Massage mit bestimmten Ölen in Bad Schallerbach

© Adobe Stock, yatcenko

Welche Massagen und Behandlungen sind Ihrer Meinung nach für schwangere Frauen besonders geeignet?

In Bad Schallerbach können sich die Damen mit einer speziellen Schwangerschaftsmassage verwöhnen lassen. Das ist eine Ölmassage, die auf dem unbekleideten Körper ausgeführt wird. Besonders Rücken, Nacken und Beine werden entstaut und entspannt.

Zudem empfehlen wir die Shiatsu-Massage, die von einer Kollegin mit einer Spezialausbildung für Schwangere durchgeführt wird. Diese japanische Fingerdruckmassage wird auf dem leicht bekleideten Körper ausgeübt. Die Schwangere liegt dabei, mit Kissen gelagert, auf einem Futon, die Massage wird entlang der Meridiane und Akupunkturpunkte angewendet. 

Für schöne Haut kann ich das Cleopatra-Bad wärmstens empfehlen. 
Und nicht zu vergessen die Wassergymnastik, da durch den Wasserauftrieb die Gelenke entlastet werden und dadurch auch die Bewegung leichter fällt.

Werdende Mutter mit Poolnudel beim Wellness in Bad Schallerbach

© Adobe Stock, kristall

Frau Rauch, welche positiven Wirkungen können Sie mit Massagebehandlungen in der Schwangerschaft erzielen? Worauf können sich Schwangere freuen?

Massagen wirken in der Schwangerschaft auf vielfältige Weise positiv:

  • Der gesamte Bewegungsapparat wird entlastet.
  • Massagen wirken gegen chronische Muskelverspannungen, zum Beispiel im Gesäß und in den Beinen.
  • Das Körperbewusstsein wird gesteigert, Schwangere können sich sicherer bewegen.
  • Der Abtransport von Schlacken aus dem Bindegewebe wird mit Lymphdrainagen gezielt gefördert.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird durch die verbesserte Durchblutung entlastet, auch die Plazenta wird besser durchblutet, die Versorgung des Babys dadurch verbessert.
  • Massagen können Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen und Reflux (Magensäure in der Speiseröhre) deutlich gemindert werden.
  • Die Muskulatur am Brustkorb wird massiert, um die Atmung zu vertiefen, denn in der Schwangerschaft benötigt eine Frau bis zu 30 % Prozent mehr Sauerstoff!

Das klingt ja großartig! Gibt es denn auch Dinge, die man besonders beachten muss? Oft wird von Massagen in der Schwangerschaft ja abgeraten. Was sagen Sie dazu?

Also, erstens sollen Massagen bei Schwangeren wirklich nur von ausgebildeten und erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Man muss wissen, dass man die Reflexzonen an den Füßen und im Beckenbereich sowie bestimmte Akupunkturpunkte auf Meridianen keinesfalls behandeln darf. Ein Therapeut weiß so etwas. Außerdem sollte die Massage eher ein zartes Streichen, keinesfalls ein starkes Drücken sein.

Spezielle Öle für die Massage

Frau Rauch, gibt es Situationen, in denen Sie eine Massage in der Schwangerschaft nicht empfehlen?

Ja, es gibt ganz klare Kontraindikationen. Dazu gehören Fieber, Erkältungen, zu niedriger oder erhöhter Blutdruck, Schwindel und Bauchbeschwerden. Auch offene Wunden, Übelkeit und Erbrechen sollten unbedingt sofort ärztlich abgeklärt werden.

Wir in Bad Schallerbach sehen uns außerdem die Beine der schwangeren Dame an. Sind die Beine übermäßig warm und/oder sind Krampfadern vorhanden? Das kann nämlich auf eine Venenentzündung hindeuten und ist somit ein Tabu für eine Massage. Außerdem ist immer ein Arzt im Haus, den wir im Zweifelsfall fragen können.

Schwangere sind bei Ihnen ja wirklich in den allerbesten Händen! Wie halten Sie es eigentlich mit Massageölen? Können in der Schwangerschaft alle Öle bedenkenlos verwendet werden?

Wir verwenden für die Massagen bei Schwangeren bevorzugt Mandelöl, bei Allergien gegen Mandeln und Nüsse gerne Alternativen wie Oliven- oder Sesamöl.

Zur Ihrer Frage: Ätherische Öle benützen wir für Schwangere nicht, denn manche könnten Krämpfe oder andere Beschwerden auslösen. Zwar wirken Lavendel oder Rose auch beruhigend, aber wir gehen absolut kein Risiko ein.

Frau bei Schwangerschaftsmassage in Bad Schallerbach

© Adobe Stock, Evgeniy Kalinovskiy

Eine Frage noch, Frau Rauch: Mit Babybauch kann man ja oft nicht so gut auf dem Rücken und schon gar nicht auf dem Bauch liegen. Wie lagern Sie Ihre Kundinnen bei der Massage?

Sie haben Recht: Schwangere können nicht auf dem Bauch und zeitlich nur eingeschränkt auf dem Rücken liegen. Die Massagen bieten wir also in einer Art stabiler Seitenlage an, wobei der Körper samt Babybauch sanft auf Kissen gebettet wird.

Es wird natürlich immer nachgefragt, ob sich die Dame wohlfühlt, denn nur dann kann die Massage ihre entspannende Wirkung entfalten.

Jetzt hätte ich auch Lust auf eine Massage! Möchten Sie den schwangeren Frauen, die unser Interview lesen, noch etwas mitgeben?

Oh ja, gerne! Die Schwangerschaft ist keine Krankheit, sie ist etwas Wunderschönes. Frauen sollten auf ihr inneres Ohr hören und sich etwas Gutes tun. Ihr Körper erbringt eine Höchstleistung – er hat sich wohltuende Berührungen und Entspannung mehr als verdient.