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Mit Freunden in der Sauna - wie verhält man sich am besten? ©Adobe Stock, nd3000

Sauna-Knigge für Anfänger

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Hilfreiche Tipps, um sich beim Schwitzen wohl zu fühlen!

Ein Saunabesuch ist schon eine echt heiße Sache – aber das darf man nicht missverstehen! Damit sich alle wohlfühlen, gibt es Regeln, die man unbedingt einhalten sollte. Wir verraten dir, wie du dich beim Saunabesuch verhalten musst, damit du von erfahrenen Saunagängern nicht schief angeschaut wirst.

Ganz nackig: Saunabesuch ohne Badeanzug oder Badehose

In Österreich wirst du in den Saunen viele Nackedeis antreffen, denn Saunabereiche sind in der Alpenrepublik textilfreie Zonen. Ohne Badezeug schwitzt man leichter und besser, außerdem sind synthetische Sachen wie Badehose & Co in der Schwitzstube unhygienisch und können auch noch Schadstoffe ausdünsten. Wer nicht blank ziehen will, der besucht eine ausgewiesene Textilsauna oder schlingt sich ein Badetuch um Hüften oder Körper. Außerhalb der Sauna trägst du natürlich ein Handtuch oder einen Bademantel!

Der Saunabereich ist zwar textilfreie Zone, aber außerhalb der heißen Wände, bleibt das Handtuch am Körper.

Der Saunabereich ist zwar textilfreie Zone, aber außerhalb der heißen Wände, bleibt das Handtuch am Körper.

Ganz einfach: So kannst du dich ohne Badesachen blicksicher bewegen

Es ist meist schon ungewohnt genug, vor fremden Menschen alle Hüllen fallen zu lassen. Aber wie setzt oder legt man sich richtig hin, um keine allzu tiefen Einblicke zu gewähren? Eigentlich ist es ganz einfach: Beim Betreten der Saunakabine hast du ein Handtuch um Hüfte oder Körper, damit setzt du dich hin und faltest dieses auseinander. Stelle die Beine nebeneinander und setz dich nicht breitbeinig hin. Im Liegen kannst du das äußere, dem Ausgang zugewandte Bein, anwinkeln, damit ist der Blick auf untere Bereiche nicht möglich. Beim Aufstehen schlingst du das Saunatuch wieder um deinen Körper – fertig!

Der Nebenmann oder die Nebenfrau freut sich über etwas Freiraum in der Saunakabine. ©Adobe Stock, Gennadiy Poznyakov

Der Nebenmann oder die Nebenfrau freut sich über etwas Freiraum in der Saunakabine. ©Adobe Stock, Gennadiy Poznyakov

Ganz schön voll: Platzsuche in der Schwitzkabine

An manchen Tagen kann es in der Sauna richtig voll werden. Besonders vor angekündigten und besonders beliebten Aufgussritualen sitzt man schon mal recht eng auf den Brettern, die für Saunafans die Welt bedeuten. So verhältst du dich, wenn schon viele Menschen in der Sauna sitzen: Beim Eintreten grüßt du höflich und fragst deinen zukünftigen Sitznachbarn, ob der Platz noch frei ist. Als Faustregel gilt: eine Armlänge Abstand ist genau richtig. Manchmal geht das nicht, aber 30 Zentimeter sollten es schon sein. Absolut tabu: breites Sitzen, das Anstarren anderer Saunagäste und aufreizende Bewegungen. 

Ganz wichtig: Hygiene und Gerüche in der Sauna

Du kannst dir vielleicht denken, dass Wasser und Wärme eine Mischung ergeben, die nicht nur Menschen genießen. Bakterien finden Feuchtgebiete ebenso grandios. Also: Vor dem ersten Saunabesuch duschst du bitte ausgiebig mit Duschgel und Shampoo. Danach keinerlei Körpersprays, Parfums, Deos etc. auftragen! Nach dem Saunagang duschst du erneut, bevor du ins erfrischende Tauchbecken springst. Noch ein Tipp zum Thema Gerüche: Schon am Tag vor dem Saunabesuch solltest du auf den Genuss von Zwiebeln, Knoblauch und Alkohol verzichten, denn sonst sind deine Ausdünstungen im negativen Sinne umwerfend. 

Höflich grüßen und ab in die Kabine.

Höflich grüßen und ab in die Kabine.

Ganz peinlich: Begegnung mit dem Chef in der Saunakabine

Endlich Wochenende, mit den Freunden unterwegs und dann sitzt plötzlich der Chef in der Sauna. Was tun? Nicht nur, dass der jetzt weiß, wie du ganz ohne aussiehst, so schutzlos hast du dich vermutlich selten gefühlt. Denk dran: Auch er gibt in diesem Moment vieles preis, also grüße höflich und setze dich in der Sauna so hin, dass ihr dieselbe Blickrichtung habt. So kannst du Augenkontakt vermeiden.

Ganz ruhig, bitte: Unterhaltungen und Tabuthemen beim Saunabesuch

Was für Unterhaltungen in der Kirche gilt, das stimmt auch in der Sauna: Hier wird nicht gesprochen, höchstens geflüstert. Und nachdem ein Saunagang nur rund 15 Minuten dauert, sollte das auch zu schaffen sein. In der Sauna suchen Menschen Ruhe und Entspannung, sie haben garantiert absolut kein Interesse daran, deine Privatgespräche mithören zu müssen. In manchen Saunen wird das „Schweigegebot“ lockerer gehandhabt, dann gilt aber immer noch: Die Themen Geld, Sex und Politik haben hier nichts verloren.

 

Meist hört man sie, bevor man sie sieht: Saunagäste, die in quietschenden Badeschlappis um die Ecke kommen. Irgendwie gehört das Geräusch zur liebenswerten Soundkulisse einer Sauna, aber in die Kabine kommen Crocs und Adiletten ganz bestimmt nicht mit. Für die geliebten Gummiuntersätze gibt es Parkplätze vor der Sauna. Sie laufen auch bestimmt nicht weg.
 

Ganz nervig: Telefonieren, fotografieren und filmen im Saunabereich

Du wolltest immer schon wissen, dass dein Sitznachbar um Acht zum Essen kommt, dass sich Vanessa jetzt doch von Max getrennt hat und dass – eeeeecht??? – Franz gestern mit Jonas … nein, das willst du bestimmt nicht hören! Also: Lass das Handy im Spind in der Umkleide und verschone deine Mitschwitzenden mit lauten Telefonaten und aufdringlichem Fotografieren oder Filmen. Sie werden es dir danken.

Private Geschichten vom letzten Wochenende gehören nicht in eine öffentliche Sauna. ;-) ©Adobe Stock, lunamarina

Private Geschichten vom letzten Wochenende gehören nicht in eine öffentliche Sauna. ;-) ©Adobe Stock, lunamarina

Ganz schnell: Das Kommen und Gehen in der Sauna

Betrittst oder verlässt du eine Sauna, öffnest und schließt du die Tür möglichst rasch und leise, damit die Wärme und damit das Sauna-Wohlgefühl für die Anwesenden nicht entschwindet. Übrigens: Nach Beginn eines Aufgusses darfst du eine Sauna niemals betreten. Du wartest bitte davor, bis der Aufguss vorbei ist oder wählst eine andere Schwitzkabine. Tipp: Informiere dich, wann die Aufgüsse laut Plan stattfinden!

Auf einen Blick: 12 Mal gutes Benehmen in der Sauna

  1. Vor der Sauna ausgiebig duschen
  2. Immer ein Handtuch zwischen Po und Holz
  3. Vom Nachbarn eine Armlänge Abstand halten
  4. Grüßen und höflich nach dem Platz fragen
  5. Schweigen, schweigen und nochmals schweigen
  6. Dezent verhalten, kein Starren oder breites Sitzen
  7. Zärtlichkeiten und Sex sind absolut tabu
  8. Den Chef kurz grüßen bzw. ihm zunicken
  9. Schweiß nicht spritzend abwischen
  10. Ruheliegen keinesfalls „reservieren“
  11. Mobiltelefone und Kameras draußen lassen
  12. Essen, Trinken und Rauchen unterlassen
     

Heiß und kalt und immer gut: Saunazeit in Bad Schallerbach

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