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Welschriesling

Kategorie   
Weißweinrebsorte

Synonyme
Riesler (AT), Ryzling vlašský (CZ, SK), Olaszrizling (HU), Riesling Italico (IT), Graševina (HR), Laški Rizling (SLO) 

Anbaufläche in Österreich
3.597 ha, 7,8% 

Herkunft
Der Welschriesling stammt vermutlich aus Norditalien („Riesling italico“). Als nächster Verwandter gilt der Elbling. Die Sorte wird auch in Ungarn (Olász Rizling), Slowenien (Laski Riesling) und Kroatien (Graševina) gepflegt.  Der extrem vielseitige Welschriesling kann nahezu alle Reifekategorien abdecken: vom Sektgrundwein in neutraler, säurebetonter Art – die Trauben dafür kommen meist aus dem Raum um Poysdorf im Weinviertel – über trinkfreudige Buschenschank Bestseller aus der Steiermark bis hin zur edelsüßen Trockenbeerenauslese aus dem Burgenland, besonders aus dem Seewinkel.

Geschmacksbild
Der Sortencharakter wird von einem fruchtig-würzigen Dialog geprägt, mit grünem Apfel und Zitrus, oft treten Heublumennoten hinzu sowie eine gewisse mineralische Unterstützung. Für den Geschmack typisch ist eine lebendige, aber harmonische Säure. Die Stilistik ist meist saftig und markant, herzhaft frisch und animierend. Bei Prädikatsweinen betört der cremig-sämige Duft, mit Aromen nach Trockenfrucht und weißem Pfeffer, nach einigen Jahren Lagerung auch mit Schwarzteearomen.

Blatt
keilförmig, fünflappig, gewelltes Profil, Hauptnerven grün, Zähne gradlinig, Stielbucht wenig offen mit u-förmiger Basis, Unterseite schwach behaart.

Traube    
mittellang, sehr dicht, langzylindrisch, ein bis drei Flügel, mittelgroße Beitraube an langem Stiel.

Beere    
rundlich, Gewicht sehr gering, Haut gelbgrün, Fruchtfleisch ungefärbt.

Austrieb    
spät

Blüte    
spät

Reifezeit    
spät

Quellenangabe
ÖWM