Rotweinrebe Jahrgang 2017

Der Weinjahrgang 2017 in Österreich

In weiten Teilen Europas war die geringste Weinernte seit vielen Jahren zu beklagen. Anders in Österreich, hier wurde mit 2,5 Millionen Hektoliter, rund 25 % mehr als im 5-jährigen Durchschnitt, gelesen. Noch erfreulicher ist dabei die außerordentliche Qualität des Jahrgangs 2017.


Dieses positive Resümee war auf Grund von einigen Wetterkapriolen anfangs nicht zu erwarten. Nach dem kältesten Jänner seit Jahrzehnten und einem extrem warmem März folgte ein kräftiger Wintereinbruch im April und ließ an die Frostschäden des Jahrgangs 2016 erinnern. Der Sommer war von einigen fast nahtlos aufeinanderfolgenden Hitzewellen geprägt, ehe es Anfang September recht kühl und feucht wurde, was die Winzer anfangs doch sehr verstimmte. Die Hauptlese fand rund 2 Wochen früher als üblich, bei ausgesprochen schönem Herbstwetter statt.


Die Weißweine des Jahrgangs zeigen sich kräftig und sehr fruchtbetont. Insgesamt kann von einer ausgezeichneten Weißweinqualität vergleichbar mit dem Jahrgang 2013 ausgegangen werden. Die hohe Traubenreife bei den Rotweinen führte zu sehr harmonischen Weinen mit ausgereiften, samtigen Tanninen. Der Jahrgang wird oft mit 2015 oder 2009 verglichen, wird aber möglicherweise ein wenig mehr Fruchtaromen mit sich bringen.