Wie wird der Weinjahrgang 2019?

Die Weinlese ist seit einigen Tagen voll im Gang, Österreichs Winzer erwarten mit rund 2,4 Mio. Hektoliter eine durchschnittliche Erntemenge. Spätfrostschäden sind dieses Jahr zum Glück ausgeblieben, durch den kühlen Mai fand die Blüte dieses Jahr rund 2 Wochen später statt als 2018. Während und nach der Blüte ließ ein überdurchschnittlich trockener und warmer Juni keinerlei Pilzkrankheiten aufkommen. Einzig in einigen Gebieten kam es zu einer Verrieselung der Trauben durch die große Hitze. Ende Juli gab es dann in allen Gebieten gerade noch rechtzeitig ausreichend Niederschlag. Unwetterschäden waren dieses Jahr nur sehr punktuell zu beklagen. Durch den 2-3 Wochen späteren Lesestart, als letztes Jahr, rechnen die Winzer mit hohen Zuckerkonzentration, aber auch mit einem ausreichenden Maß an Säure, weswegen sehr harmonische Weine zu erwarten werden können. Jetzt gilt es nur noch zu hoffen, dass der Oktober möglichst trocken und warm verläuft.

ÖWM/Marcus Wiesner