Das Licht bricht sich im Wasser und sorgt für diesen charakteristischen, schimmernden Farbton. Der zeugt von einem besonders hohen Anteil an Schwefelthermalwasser in unserem Badewasser.
Aus einer Tiefe von 460 Metern kommt das natürlich vorkommende Heilmittel in Bad Schallerbach. Es wird erfolgreich bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Muskel- und Gelenksbeschwerden sowie rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Durch die besonderen Reize eines Heilwassers kommt es im Körper zu chemischen und physikalischen Reaktionen. Schwefelwasser kann gegen freie Radikale und damit gegen die Zellalterung wirken.
Ca. fünf Milligramm pro Liter Wasser sind auf natürliche Weise mit Schwefel angereichert. Es sprudelt reichlich, die riesige Menge von 54 Liter pro Sekunde beschert unseren Gästen im EurothermenResort jede Menge Wohlbefinden.
Da der menschliche Körper Schwefel nicht selbst herstellen kann, müssen wir diesen wichtigen Nährstoff vor allem durch unsere Nahrung zu uns nehmen. Besonders viel Schwefel findet sich in proteinhaltigen Lebensmitteln wie Eiern, Fisch, Fleisch und Nüssen. Ganze 0,2 Prozent unseres Körpers sind aus diesem chemischen Multitalent. Klingt nicht nach viel? Wenn man genauer hinschaut, wird deutlich: Der Körper enthält mehr Schwefel als Eisen und Magnesium.
Wie kann ein Thermalbad wirken?
Anders als beim Temperaturwechsel zwischen heiß und kalt in der Sauna kann das warme Thermalwasser dafür sorgen, dass Herzschlag und Stoffwechsel zunehmen, die Durchblutung gefördert wird und sich das Bindegewebe der Haut dehnt. Der Körper kann so regelrecht auf den Stand-by-Entspannungsmodus schalten.
Schwefelthermalwasser kann durchblutungsfördernd und entzündungshemmend wirken. Das Wasser entfaltet in zahlreichen verschiedenen Becken mit Temperaturen zwischen 24 und 37 Grad seine wohltuende Kraft.
Übrigens nutzen wir das Thermalwasser auch als Energieträger – Wärmepumpen, Warmwasserbereitung und Fußbodenheizung werden daraus gespeist.
So gesehen ist es eine glückliche Fügung für uns, dass man bei einer Bohrung 1918 nicht wie gewünscht auf Öl, sondern auf Schwefelwasser stieß.

